Manchmal reicht es, für ein paar Tage zu verreisen. Es ist die Zeit, die fehlt. Aber.......... dann geht es doch, irgendwie! Zweimal ein langes Wochenende, beide im Juli, im Abstand von zwei Wochen. unterschiedlicher konnten die Wetterbedingungen nicht sein.  Jede Fahrt dauerte von Samstag nachmittag bis zum folgenden Mittwoch.

Wir nutzten natürlich die Landstrasse. Daher die Autobahn nur aus der Ferne zu betrachten.

Das Wetter spricht Bände. Warum sollte in Frankreich das Wetter anders sein, als zu Hause?

Man muss die Gegend um Le Treport schon mögen. Neopren, Friesennerz, Wollpulli... eine neue Sommermode? So war das nicht gewollt.

Wenn der Sonntag vorbei ist, dann kommt die Sonne, is klar!

Auch nur ein Strohfeuer. Die Fahrt nach Calais liess auch nix gutes ahnen. Was soll´s, abhaken!

Ein Zwischenstop am Panoramaweg zwischen Groede und Breskens, dann nochmal....

... Gewitter, und ab Antwerpen Dauerregen. Es reicht!!!!

An dieser Stelle unterbrechen wir den Reisebericht, passiert eh nix mehr und weisen darauf hin, das wir ultimativ besseres Wetter forderten.

Das kam dann auch..... zwei Wochen später!

Mein Plan hiess nach Verdun, via Bastogne und die Abtei Orval. Aber meine Frau sagte ganz klar: "Meer". Also ging es wieder in die Lieblingsrichtung. Verdun wartet auch weiter auf uns. Schaffen wir auch noch.

Also rein in den Wagen und wieder los. Richtung Frankreich, Richtung Küste.

Pas-de-Calais, 07.00h am Morgen! Prognose: eine Woche Sommer. Man will ja nicht übertreiben!

Aber es ist ja nicht alles schön, wenn die Sonne scheint. Fast alle Stellplätze waren überfüllt. Nur nicht der, den wir uns aussuchten! Kann auch Zufall gewesen sein. Ein Platz war noch frei!

... und bis um 08.00h waren alle Pkw-Parkplätze belegt. Niedrigwasser  -  Muscheln sammeln.

So, aber der Weg bis hierher! Frankreich macht Urlaub, Frankreich hat Wochenende! Und zwar das erste mit richtig Sonne. Und alles, wirklich alles will ans Meer. Kann ich ja, verstehen.....aber ausgerechnet da hin, wo ich gerade auch bin? Calais war das Tagesziel. Aber der Stellplatz als auch der Ausweichplatz bei den Yachten waren komplett voll. Der "wilde" Platz bei Sangatte ebenso. Also vorbei am Mont St. Hubert mit einem herrlichen Blick auf England und weiter nach Wissant. Und warum sollte es hier anders sein, als zuvor? Alles belegt! Und man sollte nicht meinen, das Wohnmobilisten in der Regel freundschaftlich miteinander umgehen..... weit gefehlt. Schön quer einparken, damit man ja zwei Plätze beanspruchen kann, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Dennoch... oder gerade deswegen findet man seine Plätze, weil "Hein Blöd" immer an die gleichen Stellen will und weder links nochs rechts guckt!

Während der "nichtsahnende...." immer den Schildern folgt, also die hintere Strasse bergauf zum Leuchtturm folgt, parkte ich unterhalb, in  der Nähe zum Restaurant "la sirène" und zum Strand.

Das Restaurant (mit freien Blick auf England) von hinten. Direkt dort beginnt ein sehr schöner Wanderweg in Richtung Wissant, zu einem schönen Strand, den man mit dem Auto nie erreicht. Siehe auch die beiden kleinen Bilder etwas weiter oben im Bericht!

der Wanderweg, an seinen Steigungen vom Regen stark gespült, nix für Leute, die schwach auf den Beinen sind.

Dann mal wieder weiter. Wir ziehen von Ort zu Ort, von SP zu SP und stellen fest. Sonntag ist ein verdammter Tag zum "Platz-"suchen. Also lassen wir das Pas-de-Calais und die Picardie hinter uns und rollen auf die Haute Normandie zu.

Ich glaube, wir erzählen Euch nix neues, wenn jetzt kommt: alle Plätze voll! So ging es uns bis nach Fecamp!

Hier war das übliche anzutreffen. Enge Plätze am Hafenbecken. Einige Womofreunde brauchen immer anderthalb Plätze für sich, aber zum Glück fuhr gerade einer weg, die Lücke war frei und hinein. Abend, du darfst kommen!

Noch einen Schwung hinüber, an die andere Seite des Beckens, um beim Bäcker des Vertrauens Brot für das Abendessen zu besorgen. Wein dazu, gesalzene Butter, Käse, so lässt es sich leben.

Es ist kaum zu glauben, wie strukturiert die Womofahrer/innen sind. Es gibt diese generelle Aufbruchzeiten am frühen Vormittag und die verstörten Versuche in den frühen Abendstunden noch einen freien Platz zu ergattern. Herrlich zu beobachten an diesem Platz, da doch ein zweiter zu linken und ein kleiner dritter zur rechten Seite liegt. Dieses hin und her, wie in so einem Ameisenhügel.

Neuer Tag, neues Glück. Erst mal den Berg hinauf zur Kapelle, nein ich bin nicht gläubig geworden, aber diese Aussicht!

einmal links den Berg runtergucken.........einmal rechts hinunter.

Das mitgebrachte Frühstück schmeckte hier oben um einiges besser, als am Hafen.


Die Überlegung, die jetzt im Raume stand, war, Rückreise jetzt und in kleinen Schritten.....  


....oder weiter und doch noch mal im Ölhafen nachsehen, ob da wirklich nichts vor Anker liegt.

Dreimal darf geraten werden!

....und kein Tanker in Sicht! Wo sind wir? Ihr wisst es noch nicht. Nun am oberen Berghang wird gerade der neue Platz fertiggestellt.

Hinweis am Platze  der Blick nach weiter links

wie man sieht, noch alles sehr "frisch" und kein Schatten weit und breit.

Am Abend erreichten wir Criel-Plage. Rechtzeitig für einen der letzten Plätze und frühzeitig genug, um den Sonnenuntergang zu erleben.

Selbst nach dem Sonnenuntergang konnte man noch bis in die Picardie schauen.

ich lass Euch mal träumen.

Und dann.... auf zum letzten ganzen Tag. Nach Equihen-Plage. Wohin denn sonst. Bilder vom Platz kennt ihr ja zur Genüge, deshalb auch hier nur was vom Strand.

und ein Bild von einem Hund, der scheinbar von den Franzosen lernt....

...... Muscheln müssen lecker sein!

Ein Blick vor dem Schlafengehn vom Stellplatz aus. Und einen letzten zurück aus Meer.

Am letzten Tag erfolgte das übliche Ritual. Ab nach Auchan zum Volltanken. Noch ein wenig Proviant für die nächsten Tage kaufen und dann Richtung Basisstation die Segel setzen.

Natürlich haben wir noch einen Abstecher an die belgische küstenstrasse unternommen, aber da man dort vor lauter Menschen keinen Sand mehr sah, habe ich die Kamera in der Tasche gelassen.

Staufrei, wie beim letzten Mal liessen wir die Strecke via Antwerpen und Eindhoven hinter uns. Diesmal ohne einen Regentropfen.

Erstaunt war ich über meinem Verbrauch, diesmal um die 9 Liter/100km. Vier Stunden trennen uns von der Küste, nicht viel. Packen wir´s an.