NORMANDIE

ODER WER EINMAL EINE HOCHZEITSREISE MACHT

Nach 30 Jahren! ja, wirklich solange leben wir nun schon zusammen, haben wir uns entschlossen, das berühmte JA - WORT zu sagen. Aber wir wollten es nicht im üblichen Sinne. Also begann ich die Suche.  Ich fand dann einen Laienprediger, der mit uns in der Kirche eine wundervolle Zeremonie durchführte. Das Besondere daran, war, daß wir in der größten Hauptkirche unserer Stadt die Zeremonie vollziehen konnten. Und dazu kam noch, daß weder mein Mann noch ich einer krichlichen Glaubensrichtung angehören.

Hier nochmal einen großen Dank an den Prediger, der Dies hat alles möglich machen können.

Es wurde ein unglaublicher Tag !

Natürlich gehört auch eine Hochzeitsreise dazu.
Da wir immer noch im Wohnmobilfieber sind, haben wir uns wieder eines gemietet und wieder ging es in die von uns geliebte Normandie.


Diesmal hat mein Mann weniger geplant und so hatten wir nur unsere Liste der Stellplätze aus dem letzten Jahr mit. Was wir jedoch nicht bedacht hatten, war, dass es die Franzosen auch lieben mit ihren Wohnmobilen unterwegs zu sein. Zudem wir auch noch am ersten Pfingswochenende losfuhren. Und so kam es natürlich, wie es kommen mußte. Alle schönen Stellplätze waren völlig überfüllt.
Unsere letzte Hoffnung war der Platz von Veulettes - sur - mer. Zumal die Franzosen wirklich "in ganzen Horden" verreisen. Einer fährt mit dem WOMO vor, die anderen mit dem Auto hinterher. Dann wird sich auf dem Platz getroffen, gefeiert, getrunken, gegessen. Geschlafen wird dann auf Luftmatratzen im WOMO. Völlig unkonventionell. Aber sehr nett und familiär. Und wir hatten Glück. Es war nun sehr spät geworden, aber wir hatten einen Platz für die erste Nacht.


Jumieges

Am zweiten Tag
entschieden wir uns, ein wenig ins Landesinnere zu fahren. Wir hatten eh vor, uns eine alte Ruine im Inneren anzusehen, also zogen wir für die weiteren Pfingstage diesen Aussichtspunkt vor.



Es war die Ruine von Jumieges. Das wirklich schöne daran, ist:
1. Der Stellplatz in der Nähe der Ruine. Dieser ist mitten auf einer schönen Wiese in der Nähe der Seine und wirklich schön gelegen.
2. Die Ruine wird nachts angestrahlt, dann sieht sie wirklich wunderschön aus.
3. Das kleine Städchen drumherum ist sehr mittelalterlich gehalten, so dass sich auch dieser Besuch wirklich lohnt.


 

 

 

 


 Das ist die Fähre über die Seine, die direkt hinter der Wiese war. 
Direkt am Platz sind herrliche Wiesen.

 

ETRETAT


Unser nächstes Ziel war Etretat. Wohl kaum ein Frankreichtourist der nicht schon hier gewesen ist. Aber die Felsenlandschaft ist wirklich beeindruckend und immer ein oder mehrere Fotos wert.

Etretat liegt zwischen Dieppe und Le Havre. Wegen der hellen Färbung der Felsen wird sie auch Alabasterküste genannt.


Dieser weltberühmte Felsen trägt den Namen "Falaise dÀval mit seinem Porte dÀval", das "Steintor". Bei Ebbe kann man sogar hier durch wandern. Solange es diesen noch gibt. Denn das Meer und andere Umweltbedingungen lassen diese Felsen immer mehr schrumpfen. Zudem wird durch den Klimawandel auch hier das Meer immer mehr steigen, so dass dieses "Felsentor" irgendwann nicht mehr zu sehen sein wird. Schade drum. Also:


  Tun wir alle etwas mehr fürs Weltklima!



DIEPPE

Unser nächstes Ziel war Dieppe. Der Stellplatz befindet sich direkt am Hafen.  Man hat hier eihen recht schönen Ausblick auf die Hafenanlage, die Schiffe und ein wenig Meer. Aber der Platz ist ein reiner Betonplatz, wenig grün drumherum. Aber für eine Nacht völlig in Ordnung. Wir hatten sehr schönes Wetter an diesem Tag, so dass wir die ganze Zeit draußen bleiben konnten. Auf dem Bild kann man den Platz sehen.



Dieppe ist ein bedeutender See- und Fischereihafen. Zudem einen großen Yachthafen. Hier werden auch viele Frachter entladen die aus Übersee kommen und hier als Fracht viel Exotisch an Bord haben. Aber auch als Fährhafen ist Dieppe wichtig. Täglich gibt es bis zu 4 Fährverbindungen nach Großbritannien.



Allerdings ist Dieppe im Spätsommer ein absolutes Muß für jeden Drachenliebhaber. Alle zwei Jahre findet hier das größte organisierte Drachenfliegerfestival der Welt statt.

 

 


Erinnert einen doch ein wenig an das Holsten-Tor in Lübeck, oder?



Dieppe hat, obwohl mehrfach zerstört eine wunderschöne alte Architektur.
Alleine drei wunderschöne Kathedralen und Kirchen sind hier zu finden.



Das ist der Ausblick vom WOMO-Platz aus in die Abendsonne hinein.







PONT DE NORMANDIE

Will man die kürzeste Strecke zwischen der Haute-Normandie und der Basse-Normandie, so muß man unwillkürlich die Pont de Normandie nutzen. Es ist eine Schrängseilbrücke, die mit 856 m die größte Spannweite in Europa hatAls ich sie das Erste Mal sah, habe ich nur gedacht: Oh mann, hoffentlich kommt jetzt kein Sturm!
Denn ab einer bestimmten Windstärke darf man hier nicht mehr auf die Brücke. Dann muß man einen großen Umweg fahren. Bei heftigem Wind spürt man das Schwanken schon heftig.

 

EIN FELD IN ROT

Auf unserer Weiterreise fanden wir durch Zufall auf dem Weg nach Saint - Valery - sur - Somne mitten am Wegesrand dieses herrliche Mohnfeld. Da lass ich doch einfach mal nur die schönen Bilder sprechen.










Criel - sur - Mer

war unser nächstes Ziel. Der Platz liegt wirklich wunderschön, direkt gegenüber dem Meer. Allerdings ist der Platz sehr holprig und der Strand ist ein reiner Steinstrand.

 



 


FRANKREICHS` SCHÖNSTER TROPFEN

Auf der Fahrt machten wir Halt bei einer Brauerei, die herrliche Köstlichkeiten herstellt. Auch auf die Gefahr der Schleichwerbung, es war BUSNEL. Da wirauch im Frühjahr eine Firma für französische Spezialitäten eröffnet haben,
https://www. lavie-krefeld.de

wollten wir natürlich evt. auch hier Geschäftskontakte knüpfen. Aber da sind die Franzosen sehr eigen drin. Zum Schluß war uns klar: Die kleineren Firmen sind eben doch die kooperativsten. Aber trotzdem war es interessant, die Herstellung von Calvados, Cidre oder Pommeeu kennen zu lernen.


   


 
Saint - Valery - Sur - Somme

Hier standen wir schon oft, und so war der Platz uns sehr bekannt. Er liegt etwas außerhalb der Stadt ( ca. 20 Min. Fußweg in das Zentrum). Im Sommer ist hier extrem viel los. Eine kleine Bahn fährt hier zwischen deb Buchten hin und her. Das Zentrum selber hat viele Restaurants und Bistros`. Selbst jetzt, war eine Unmenge Menschen hier unterwegs, so dass dieser Platz auch nie wirklich leer wird. Aber man kann relativ gut hier stehen und für den Hund auch okay.

Überall in der Innenstadt gibt es kleine, feine Lädchen mit allerlei zum Kaufen.



Meist jedoch, natürlich wegen der vielen Tourfisten, zu hohen Preisen. Leider!




Calais

Natürlich standen wir, wie fast immer, die letzte Nacht in Calais. Mein Mann steht hier nicht sehr gerne, aber für mich ist und bleibt dieser Platz etwas besonderes. In der Zeit, als wir uns öfter Ferienhäuser in Belgien gemietet hatten, sind wir auch schon immer hierher gefahren. Zu einem kann man hier wirklich wunderbar einkaufen, (Disney Shop für die Kids ), zum anderen hat Calais einen wunderschönen Strand. Oft stand ich hier und schaute einer Fähre nach der anderen nach, bzw. wir sind ein wenig außerhalb von Calais gefahren und schauten dort von einem Berg hinüber nach England. Bei guter Sicht, waren die Kreidefelsen von Dover wirklich zu sehen. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, einmal "drüben" zu sein. Aber...manche Träume werden wahr!
... manche Träume werden eben wahr.











Kein unbedingt schönes Bild (unten) aber ein lustiges. Der kleine Vogel hat sich immer wieder dazwischen gedrängt und endlich etwas ergattert. Dabei jedoch das Gleichgewicht verloren.



"Was ist alles, was in Jahrtausenden die Menschen taten und Dachten,gegen einen Augenblick der Liebe?" gegen den Augenblick der Liebe."

(Friedrich Hölderlin)




WUNDERSCHÖNE EIN/AUSBLICKE

Zum Schluß, wie immer, ein paar wunderschöne Bilder. Einfach so.










































"Halte an Deinen Träumen fest,

denn wenn sie sterben,

gleicht das Leben einem Vogel

mit gebrochenen Flügeln,

der sich nicht mehr in die Lüfte

schwingen kann."




(Langston Hughes)