MANCHE ENTSCHEIDUNGEN SIND GAR NICHT SO EINFACH

 Die Entscheidung in die Bretagne zu fahren, war gar nicht so einfach.

Mein Wunschziel war Wales   Wir hatten auch schon Reiseführer dazu, so dass eigentlich dem Ziel nichts im Wege stand.  Bis mein Mann auf die Idee kam, die Bretagne sei das bessere Ziel. Für die Bretagne sprach eindeutig das Wetter, das zu dieser Jahreszeit (Oktober) wesentlich  schöner sein sollte, als es in Wales zu erwarten wäre. So konzentrierte sich mein Mann auf die Bretagne und ich,  Wir kauften uns also jede Menge Literatur über die Bretagne und mein Mann fing mit der Planung der Reise an. Dafür verbrachte er wirklich jede freie Minute des Tages, so dass mich diese Reise eigentlich im Vorfeld ziemlich annervte. Ich mag eine solch strategisch, festgelegte Reise nicht. Aber ich ließ ihn gewähren. Im nachhinein muß ich sagenZum Glück hat er so gut geplant.  Die Reise mit einem Wohnmobil über zwei Wochen bedarf schon einer klaren Planung. Alleine die Stellplätze hätten wir so kaum alle gefunden, da nicht alle hinreichend beschildert waren. Zwar waren wir schon öfter mit dem Wohnmobil unterwegs, aber eben noch nie so lange und eben auch nicht als Rundreise gedacht.  Okay, ich habe dazu gelernt.

  Und.......ich habe entdeckt, dass Great Britain gar nicht soweit weg ist. Bei diesem Schild habe ich gedacht: Du bist in Schottland! Die Anlehnung an die gälische Sprache ist deutlich zu erkennen. Da ich ein wirklicher Schottlandfan bin, fühlte ich mich von diesem Moment an nochmals wohler in Frankreich.

ABER EIN UNGLÜCK  KOMMT SELTEN ALLEIN

So, oder so ähnlich könnte der Beginn unserer Reise bezeichnet werden. Wir haben das Wohnmobil bei einer ehemaligen Arbeitskollegin gemietet. Das hatten wir bereits einmal, so dass wir das Fahrzeug gut kannten. Zwar war der Wagen ein wenig groß, über 3,5 Tonnen, so dass ich ihn nicht fahren durfte, aber der Preis war wirklichg in Ordnung. Alos fuhren wir an einem Donnerstag ( der Tag danach war Feiertag und unser Starttag) abends hin. Meine Arbeitskollegin kam genau an diesem Tag aus dem Krankenhaus, so dass ich hoffte, es würde schon alles klappen.  Als wir dort ankamen, war kein Fahrzeug in Sicht. Ungewöhnlich! Naja, das fängt ja gut an, dachte ich. Nun wurde uns eröffnet, dass wir den Wagen im Nachbarort noch holen müßten. Zudem hätte man es nicht geschafft eine fehlende Gasflasche zu besorgen. Wo sollten wir eine auftreiben? Morgen war ja schließlich Feiertag. Da war ich schon ziemlich angenervt. Denn das passte so gar nicht in unseren Zeitplan.  Aber was solls`, dachte ich. Nun stieg mein Mann ein und wollte den Wagen starten. ABER... NIX. Das Wohnmobil startete nicht. Es war mittlerweile stockdunkel, kalt und wir irgendwo in der Pampa. Dann wurde das Starterkabel rausgeholt und damit konnte der Wagen dann gestartet werden. Mein Mann hatte die Hoffnung, dass sich die Battereien bis zu uns nach Hause aufladen würden. Wir also nach Hause, Wohnmobil bepackt, schlafen gegangen und am nächsten Morgen wollten wir dann los. Aber...NIX.. Das Wohnmobil startete wieder nicht. Also rief mein Mann den ADAC an und ließen uns den Wagen starten. Wir mußten nun auch noch den Umweg über die Niederlande fahren, um die fehlende Gasflasche zu kaufen. Aber natürlich war die Grenze, wie immer an so einem Feiertag übervoll. In den Niederlanden war kein Feiertag und dadurch wollten viele Deutsche dort einkaufen. Nun war es mittlerweile bereits 12.00 Uhr bis wir dann endlich eine Gasstation fanden und die fehlende Flasche ersetzen konnten. Hinzu kam, dass das Auto ein merkwürdiges Geräusch von sich gab, zudem eine Kontrollleuchte blickte, die wir nicht einordnen konnten. Auch die Anrufe beim Mann der Arbeitskollegin halfen nicht viel, da auch er die Kontrolleuchte nicht einordnen konnte. Mein Mann war bei diesen Anrufen sehr wütend, was auch verständlich war. Aber mittlerweile hatten wir beide kein gutes Gefühl mehr, mit dem Wagen weiter zu fahren. Wir mußten uns nun entscheiden. Mit so einem Wagen weiterfahren, oder nach Hause. Wir entschieden uns für die Rückfahrt.  Also saßen wir um 14.00 Uhr wieder zu Hause, beide völlig entnervt und verzweifelt, weil wir nicht wußten, was wir nun tun sollten. Wir tranken zunächst einmal einen Kaffee und versuchten uns zu beruhigen. Uns blieb keine andere Wahl, ein neues Auto konnten wir erst in drei Tagen bekommen (wegen Feiertag und Wochenende), zu Hause bleiben oder das Risiko eingehen, wieder liegen zu bleiben. Nach langen Überlegen entschieden wir uns für ... FAHREN! Aber wir wollten erst einmal nur bis Belgien, weil wir da wußten, wo eine Werkstatt war, die uns evt. helfen konnte. Also fuhren wir los. Zunächst ohne Probleme, kein Geräusch, kein Blinken. Wir schöpften Hoffnung, stellten uns in Belgien an den Strand und übernachteten dort.

  Die Umgebung ist Westende war und ist wie immer wunderschön. Leider ist der dortige "Wilde" Stellplatz mittlerweile sehr eingeschränkt.

 

                                                                             Und es kam natürlich, wie es kommen mußte. Am nächsten Morgen sprang der Wagen nicht an. Wir waren furchtbar wütend, mußten stundenlang auf den dortigen ADAC warten. Dann die Prognose vom Fachmann, keine Chance mehr für die Batterie . Nach Absprache mit dem Mann meiner Arbeitskollegin kauften wir in Belgien eine Neue ließen diese direkt einbauen und danach ging es, Gott sei Dank!  Aber wir hatten zwei Tage verloren.

 CAP FREHEL

Aber endlich waren wir in Frankreich, in der Bretagne. Das Cap Frehel ist wirklich eine der schönsten Flecken in der Bretagne. Es liegt an der Cote d`Emeraude in nordöstlicher Richtung. Es ist der nördlichste Punkt des felsigen Vorgebirges zwischen St. Malo und Saint-Brieuc. Es wird auch die Smaragdküste genannt. Wenn man sich die Bilder ansieht, wird man verstehen, warum.

  Die Klippen des Caps fallen teilweise bis zu 70 m steil herab. Viele Gebiete des Caps sind heute ein Vogelschutzgebiet. Trotzdem kann man auf den Wanderwegen um das Cap herum die wunderschöne und einzigartige Natur genießen. Das Cap ist ein unbedingtes Muß, wenn man in die Bretagne fährt.

  Das ist der Leuchtturm am Cap Frehel. Hier gibt es übrigens auch ein kleines Restaurant.

Leider hatte es zu an diesem Tag.

 FORT LA LATTE

Eine Bucht weiter stand das Fort la Latte. Dies hätte nach 30 Jahren fast unsere Scheidung eingeläutet. Es war ein sehr warmer Tag, wirklich warm. Ich hatte meine dicken Wanderschuhe an, zudem warme Kleidung, da wir dieses extreme heiße Wetter im Oktober nicht erwartet haben. "Es ist nicht soweit, bis zum Fort!" meinte mein Mann. Also ließ ich die warmen Klamotten an und wir machten uns auf den Weg. Erst ging es einen normalen Wanderweg durch die Natur entlang. Dann folgte ein sehr steiniger, sandiger Weg hinunter zur Burg. Dieser war lang und sehr steil abfallend. Bereits beim Hinabsteigen hatte ich die Nase voll. Ich schwitze in den Klamotten und es war unerträglich warm. Die Burg selber war schön anzuschauen. Leider waren die Innenräume nicht zu besichtigen, so dass wir uns mit der Außenansicht und einige Burgvorsprünge begnügten. 

   

Hier wurden übrigens auch berühmte Filme gedreht. "Die Wikinger" mit Kirk Douglas. Ebenso der Spielfilm "Tristan und Isolde" der 1999 in SAT 1 lief.

    Für die beiden unteren Bilder ist mein Mann auf die Klippen um die Burg herum hianufgestiegen. Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen.

 

Ein Bild aus dem "Inneren" der Burg 

.    Das ist der Leuchtturm vom Cap Frehel von der anderen Bucht aus gesehen

Aber die eigentliche Anstrengung kam natürlich beim Hinaufsteigen. Das ganze mußte natürlich wieder zurück gegangen werden. Immer noch in den immer mehr verschwitzen Klamotten ging es dann zurück. Bei der Hälfte des Weges dachte ich: Wie bringst du ihn um? Mittlerweile hatte ich wirkliche Probleme mit dem Kreislauf, so dass ich begann alles mögliche auszuziehen, um es irgendwie erträglicher zu machen. Aber nicht nur mir ging es so. Den meisten anderen Besuchern erging es nicht anders. Immer wieder sah man die Menschen Pausen einlegen, weil sie nicht mehr konnten. Als wir endlich im Wohnmobil angekommen waren, schnappte ich mir eine Flasche Wasser und leerte diese fast in einem Zuge.  Ach übrigens:  Unsere Beziehung hat den Tag überlebt, ein Jahr später haben wir sogar geheiratet, und das nach 30 Jahren "wilder Ehe". Auf dem Parkplatz der Wohnmobile haben wir übrigens diese Schild entdeckt.  Weitere Kommentare erübrigen sich hier

 COTE ROSE

Die nördliche Bretagne wird auch "Cote Granit Rose" genannt. An diesem Küstenabschnitt finden sich bizarre Felsformationen aus rötlichem Granitsteinen. Sie entstanden vor ca. 6 Mill. Jahren als sich in ca. 6 km Tiefe aus erkaltetem Magma Granitschichten bildeten. Nach Erosionen der darüber liegenden Erdschichten und durch Ansteigen des Wasserspiegels nach der Eiszeit, verringerte sich der Druck auf die unteren Schichten. Dadurch lüftete sich das Material, was dann zu den bizarren Felsformationen führte.  Besonders in den frühen Abendstunden, wenn die Sonne aus einem besonderen Winkel darauf schein, glitzern diese wunderschön. 

 

 STEINE, STEINE UND NOCHMALS STEINE

Die weltberühmten Steinreihen von Carnac waren unser geschichtlicher Höhepunkt der Reise. Es war absolut beeindruckend diese Steine "in Echt" zu sehen und zu berühren. Zum Glück hatten wir bereits Oktober, so dass wir die Felder rund um die Felder betreten durften. Im Sommer ist das Gebiet abgesperrt, so dass man die Steinreihen nur von der äußeren Zaunreihe her betrachten kann. Dies dient dem Schutz vor dem Massentourismus im Sommer.

 

Auf halben Weg ist ein Aussichtsturm in der Mitte, steigt man hinauf, hat man einen wundervollen Ausblick auf die Steinreihen. Dieser ist auch im Sommer zugänglich.

Alleine in und um Carnac sind noch etwa ca. 3000 Steine zu bewundern. Die Steine werden eingeteilt in Menhire und Dolmen. Menhire, auch Hinkelsteine genannt, bedeuten im bretonsichen" aufrechter, hochkant gerichteter Stein"  (Asterix läßt grüßen  )

  Die Steine in und um Carnac sind alle mind. 0,5 m bis zu ca. 4,00 m groß. Ursprünglich war die Steinreihe ca. 8 km lang. Im Laufe der Jahre hat man diese Steine jedoch für andere Dinge zweck entfremdet, bis man deren tatsächliche geschichtliche Bedeutung erkannte und diese dann zu schützen begann.

 

Wie man hier sieht, gibt es diese Steinreihen wirklich "fast" überall in der Bretagne. Diese hier unten haben wir an der Cote Sauvage gefunden.

Dolmen bedeutet im bretonischen "Steintisch" und ist ein mit großen Steinblöcken errichtetes Bauwerk. Diese wurden in der Regel meist als Gräber genutzt, und waren in der Regel den Oberhäuptern der Stämme vorbehalten.

 

 

 

 DIE ÄLTESTE MEGALITANLAGE DER WELT

Der zwischen 4500 und 3900 v. Chr. errichtete, 75 m lange und 28 m breite Cairn birgt 11 Grabkammern. Es besteht aus zwei Monumenten unterschiedlichen Alters. Das Älteste dient als Stütze für das später gebaute. Im Laufe der Zeit wurde es von Pflanzen überwuchert und geriet in Vergessenheit. Erst im Jahre 1850 entdeckte man die Erd- und Steinmassen erneut. Jedoch wurde es noch nicht als Monument geschützt. Bis zum Jahre 1954 wurde es als Steinbruch genutzt, und erst ab dem Jahre 1955 endlich geschützt. Der innere Cairn besitzt 5 Grabkammern, die aber heute leider nicht mehr besichtigt werden können.  Einsturzgefahr ! Es liegt bei Barnenez im Nord-Finiste`re.

 

Die inneren Gänge haben eine Länge von 5 bis 14 m. Im Inneren der Grabkammer fand man Steine mit erstaunlichen Gravuren. Diese sind heute im angrenzenden Museum zu bewundern.

Leider kann man keine einzigste Grabkammer von innen besichtigen. Die Aussicht auf die Bucht von Morlaix ist aber auch nicht schlech

 POINTE DE ST.MATHIEU

In einer besonderen Umgebung thront der Leuchtturm an der Point de St. Marthieu. Er befindet sich bei den Ruinen eines ehemaligen Klosters. In diesem Kloster lebten zwischen dem 11.Jahrhundert und dem 18.Jahrhundert Mönche und bearbeiteten das Land um die Kathedrale.  Wirklich sehenswert, unbedingt hin !

 

  Auch die Umgebung des Leuchtturms und der Ruine ist wirklich schön, aber nicht ungefährlich.  Bei Sonnenschein haben wir echt Glück gehabt mit dem Wetter.

 

 NICHT ALLES  ENTSPRICHT IMMER   DEN  VORSTELLUNGEN , ODER       WIE MANCHE PHOTOBÜCHER TÄUSCHEN KÖNNEN

Unbedingt sehen wollten wir das berühmte Haus zwischen den Felsen "le gouffre". In jedem Reiseführer findet man ein Bild davon, überall wird im Zusammenhang mit der Bretagne davon berichtet. Es liegt an der Pointe du Chateau an der Cote de Granit Rose bei Plougrescant. Es ist bekannt als "Das Haus zwischen den Felsen".  Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Aber.. ...es wurde unsere größte Enttäuschun

    Die tatsächliche Kunst besteht darin, diese Haus ohne das Auto davor photographieren zu können. Es geht das Gerücht um, dass derjenige, dem das gelingt ein Leben lang Freibier in Frankreich erhält. Zwar befindet sich das Haus wirklich zwischen zwei großen Felsen, aber die Umgebung um das Haus herum, ist ein kleiner stinkender Tümpel. Auf allen Fotos in den Reiseberichten sieht es so aus, als ob das Meer um das Haus herum geht und eine einzigartige Landschaft wiederspiegelt. (Das hier war der einzig schöne Moment, den wir dann auch im Foto festhalten konnten.) Leider war dem nicht so. Das Meer befindet sich hinter dem Haus, aber vor dem Haus befindet sich lediglich ein kleiner Tümpel. Hinzu kam, dass das Gebiet um das Haus herum nur so von Schlangen wimmelte. Sicherheitshalber haben wir unseren Hund an der sehr kurzer Leine gehalten, damit dieser nicht in die Büsche ging. Zudem sollte man die vorgegebenen Wanderwege auf gar gar keinen Fall verlassen. Zur eigenen Sicherheit.

 

 DAS GRÜNE WUNDER

Wenn man an die Bretagne denkt, so hat man in der Regel Meer, Felsen, Klippen usw. vor seinem inneren Auge. So erging es auch uns. Aber als wir in Landevenennec ankamen um eine alte Klosterruine zu suchen, haben wir diesen wunderschönen Wald in der Morgendämmerung entdeckt, der uns dann die Klosterruine hat vergessen lassen. Wir sind dann mit unserem Hund durch diesen Wald spazieren gegegangen und hatten nun auch noch ein anderes Bild von der Bretagne. Ach übrigens: Die Klosterruine war geschlossen.

 

 

 

  Die Bretagne ist eins sehr streng gläubiges Land. Überall findet man kleine Kapellen am Wegesrand und jede Menge Kreuze. Selbst hier im Wald.

DÖRFER, HÄUSER DER BRETAGNE ODER Frankreich ist (fast) überall schön

Auf den folgenden Seiten werden wirklich "fast" alle Klischees der Bretagne bedient. Häuser, Dörfer so wie wir uns Frankreich vorgestellt haben. Die Fotos wurde in der Normandie /Picardie /Bretagne gemacht. Überall haben wir uns sehr wohl gefühlt.

                                                                                    Wer möchte hier nicht wohnen? Das Haus steht an der Cote de Audierne. Hier möchte ich meinen Altersruhesitz haben. 

  Manche Häuser sind wirklich einzigartig. Dies haben wir auf der Halbinsel Quiberon entdeckt.
Übrigens eines der meistfotografierten Häuser der Halbinsel. Sie liegt im Departement Morbihan, im Süden der Bretagne. Hier lebt man heutzutage fast nur noch vom Tourismus.      

  

    

      Besondere "Häuser" sind natürlich die Leuchttürme, von denen es an der Küste Frankreichs jede Menge gibt. Hier zu sehen ist der Leuchtturm "Ile Vierge" im Finiste`re. Er ist der höchste Leuchtturm Europas, mit 82,5 Metern.

 PURE NATUR

Auf den folgenden Bildern sind unterschiedliche Küstenabschnitte der Bretagne zu sehen. Eine Seite wieder einmal einfach nur zum genießen.

 

 

  Aber es gibt auch Momente der Stille auf und am Meer.

 

 

Aber nicht nur "Meerbilder" haben uns fasziniert. Im Oktober stand die Bretagne noch in voller Blüte. Auch haben wir unsere ersten Artischockenfelder gesehen.

 

 

Die Bretagne ragt in den Atlantik hinein und unterliegt deshalb oft meteorologisch gegenseitigen Einflüssen. Das Klima, bedingt auch durch den Golfstrom, ist eher mild und feucht. Das Wetter bleibt in der Regel nie lange schlecht, die Sonne kommt sehr häufig schnell wieder zum Vorschein. Deshalb ist die Flora meist sehr mediteran. Selbst im Winter sind  heftige Kälteeinbrüche eher selten. Der Frühling und der Herbst eignen sich besonders als Reisezeit. Zum einem ist der Tourismusstrom weniger, aber auch das Klima gut. Im Sommer kann es hier schon sehr heiß werden. Wobei wenn man die Hitze mag ist auch der Sommer eine gute Reisezeit

      Sogar viele Schmetterlinge waren immer noch unterwegs. Bei uns zu Hause war schon der nasse Herbst hereingebrochen.

  Alles war noch in einem tiefen saftigen grün.

    Ein "Hauch" von Herbst war aber manchmal schon zu erkennen. Einen Tag hatten wir, an dem ein heftiger Herbststurm war. Aber auch bei diesem Wetter waren wir am Meer spazieren und ließen uns den Wind um die Ohren pusten.

 UNSER HUND MACHT URLAUB

Auf "fast" jeder Reise ist unsere "Süße" mit von der Partie. Ayla ist nun schon seit vielen Jahren unsere Begleiterin. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten hat sie sich sehr schnell an das Wohnmobilreisen gewöhnt. Sie ist der absolute Strandhund. Sie kommt ursprünglich von der Insel Teneriffa und ist das Leben und Überleben am Strand gewohnt. Sie ißt hier wirklich alles was das Meer zu bieten hat. Muscheln, Krebse selbst Algen gegenüber macht sie nicht halt.

 

Natürlich haben wir auch einen gebildeten und wissbegierigen Hund

 

Das war "ihr" Ausblick beim Frühstücken in der Nähe des Cape Frehel. Das Meer macht eben doch müde 

                        Hier wartet sie am Aussichtsturm in Carnac, und beim "schnüffeln" in der Fischerstadt "Le Fret"

   

ESSEN WIE GOTT IN FRANKREICH, ODER?

Die Bretagne ist ein Fleckchen Erde, in der es Lebensmittel und Getränke jeglicher Art in Hülle und Fülle gibt. Dazu noch in einer sehr guten Qualität. Ich habe selten so frisch eingekauft, wie hier. Egal ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder Obst. Alles gab es auf kleinen Märkten oder sogar in den großen Supermärkten so frisch wie ich es hier selten bekomme.Das gleiche gilt auch für die Normandie und die Picardie. Eines Abends wollte mein Mann nun unbedingt einmal "echte" Galettes probieren. Das ist ein Spezialität aus der Bretagne, die man aber auch in der Normandie und der Picardie gut kennt. Als ich das Rezept hörte, wurde ich ein wenig mißtrauisch. Sollte das schmecken? Aber ich ließ mich üebrreden. Dieses kleine Lokal sollte es sein.

  Es war ein kleines Restaurant in St. Valery-Sur-Somme. Nun soviel zum Geschmack: Mein Mann fand es wunderbar, ich mußte mich beherrschen, so habe ich noch nie gegessen. Ich fands` furchtbar. Was aber nichts mit dem Restaurant zu tun hatte, sondern mit den Galettes. Sie werden nie mein Essen werden. Im Lokal selber war es wirklich schön eingerichtet. Schöne Atmosphäre, nette Leute, eigentlich hätte es ein wunderschöner Abend werden können, aber naja, die Geschmäcker sind eben verschieden. Galettes bestehen nur aus Buchweizenmehl, Salz und Wasser. In der Mitte kommt ein "fast" rohes Ei, das Eigelb muß flüssig sein, ebenso kommt unter dem Ei ein herzhafter Käse und eine Scheibe Kochschinken. Käse und Kochschinken kann man weglassen. Das Ei gehört unbedingt dazu. Es dient als Tunke während des Genusses. An den Seiten wird das Galette kurz eingeschlagen, so dass die Rundung aufgehoben wird und man eine Art Quadrat hat. Dazu wird Cidre getrunken. Dieser ist auch bei uns erhältlich, allerdings nicht in der Qualität wie hier. Bis auf: http://www.lavie-krefeld.de.   Dort bekommt man den Cidre in einer besonderen Qualität. Anderes übrigens auch. Nun wie gesagt: Wer`s mag. Aber ich habe dort auch andere leckere Sachen kennen gelernt. Eau de Vie, z.B. ein echter Genuß. Oder auch Pommeau. Hmmm , lecker !

   

Wie berühmt dieser kleine Ort war, fanden wir beim Spaziergang durch das Örtchen. Hier wurde Jean Dàrc gefangenommen und später an die Engländer ausgeliefert. In Rouen wurde sie dann später auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

 POINT DU RAZ

Das ist der westlichste Punkt der Bretagne. Es ist ein felsiges Kap dass sich im Departement Finiste`re befindet. Dieser ist von Touristen sehr stark besucht.  Man muß sich gerade im Sommer auf unendlich viele Menschenströme einstellen. Hier wird sehr stark darauf geachtet, dass die Umweltschutzmaßnahmen eingehalten werden. Von daher, unbedingt auf den Wegen bleiben! Alles andere führt zu harten Strafen!  Und immer daran denken!!  Es dient der Natur und den Touristen. Nur so können wir noch viele Jahre die schönen Punkte der Bretagne bewundern. Raz bedeutet im bretonsichen übrigens eine besonders heftige Meeresströmung. Wenn man auf das Meer hianussieht, weiß man warum.

  Um diesen Punkt gibt es zahlreiche Legenden und Mythen. Die "Hölle von Plogoff" ist eine davon. Damit ist ein Stollen gemeint, der unter dem Meer gegraben wurde um Ertrunkene zurückzubringen. Nachts soll man deren Stöhnen hier vernehmen können. Wir haben dies nicht überprüft. Der Point Du Raz wird auch "Das Ende der Welt" genannt. Wenn man sich die Wellen und die Windverhältnisse ansieht, weiß man warum.  Aber sehenswert!

 PORTSALL

Ein besonders schöner Strandabschnitt mit einem kleinen aber wirklich auch wunderbaren Stellplatz für Wohnmobile (in Gehnähe des Meeres gelegen) ist Portsall. Hier kamen wir am späten Nachmittag an und konnten wieder einmal die Sonne pur genießen.

Leider erreichte dieser Ort im Jahre 1978, als der Tanker Amoco Cadiz unweit der Küste hier havarierte und einen Ölteppich über 300 km Küstenlinie verteilte, eine besondere Berühmtheit. Insgesamt gelangten1,6 Millionen Barrel Rohöl ins Meer. Es ist das sechstgrößte Ölunglück, was es bisher gegeben hat. Bei Springniedrigwasser soll man hier noch Wrackreste sehen können. Gegen 21.00 Uhr abends rammte das Schiff einen Felsen vor der Küste von Portsall, nachdem Rettungsversuche den ganzen Tag über ohne Erfolg blieben. Ein sehr trauriges Kapitel in der Geschichte der Bretagne. Allerdings ist heute nichts mehr von der Verschmutzung zu sehen. Das Meer und viele tausende Helfer haben alles menschenmögliche über Jahre getan, um der Natur hier zu helfen. Und......es ist ihnen geglückt.

  Die Algen zeugen von einer guten Wasserqualität mittlerweile hier wieder.

 SONNENUNTERGÄNGE

Natürlich dürfen Bilder der einzigartigen Sonnenuntergänge nicht fehlen. Vielleicht merkt man, dass ich das besonders gerne mag . Sonnenuntergänge und Himmel haben für mich etwas magisches, dass ich gerne im Bild festhalte.                                                                                                                                                                "Möwenschreie, Meeresrauschen,  Wolken, Wind und Sonnenschein, in den Wellen toben und lauschen, lässt mich Eins mit ihnen sein." ( Flora von Bistram)

 

  

       

    

   DER MANN IM MOND

Am letzten Abend unseres Urlaubes haben wir durch Zufall diese einzigartigen Bilder gemacht.

   

Aber leider haben wir "IHN" nicht gesehen. Den Mann im Mond.