UNSER ERSTER TAG



Frankreich war unser Ziel.



Wir hatten uns ein Haus gemietet, laut Angabe des Vermieters ca. 20 m vom Strand entfernt. Wir sind nachts um 23.00 Uhr losgefahren, so dass die Kinder dann auch bald eingeschlafen sind.  Jedoch das Auto vorher zu packen, war schon ein Erlebnis selber.  Ein Auto, 5 Personen, Hund, und Gepäck für zwei Wochen zu packen war schon sehr schwierig. Zumal wir auch einiges an Lebensmittel mitnehmen wollten, da Frankreich, aus eigener Erfahrung heraus, sehr teuer ist. Aber es zeigte sich bald, dass ein Auto auch seine Grenzen hat und so blieben die meisten Lebensmittel hier.  Nach fast 9 Std. Fahrt, inkl. eines kleinen Staus waren wir endlich da und hatten dann diesen Ausblick von unserem Haus. Hinter dieser kleinen Düne lag direkt das Meer.



So hatten wir das Meer wirklich direkt vor der Haustüre. Das Haus selber war sehr sauber, groß und nett eingerichtet. Alles war da, was man braucht. Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Mikrowelle, drei Schlafzimmer und ein großer Wohn/Eßbereich. Dazu noch ein großer eingezäunter Garten für die Kids und den Hund.  Ein wirklicher Traum. 



Das war unser Ferienhaus. Das angenehme war, das es in keinem Urlaubspark lag, sondern ein Wohnhaus, zwar zur Vermietung vorgesehen, aber als Nachbarn hatten wir Franzosen, die auch in dem Dorf lebten. Dadurch war die Umgebung sehr ruhig und "fast" friedvoll. Die kleine Strasse die hier sichtbar ist, war nur eine Strasse die von den Anwohnern direkt genutzt wurde. Es war keine, die direkt zum Dorf gehörte. Dadurch kamen pro Tag höchstens 2 bis 3 Autos hier lang. Strandbesucher parkten meist direkt bei den Strandwächtern, die ca. 150 m von uns entfernt ihren Sitz hatten. Dadurch war sowohl "unser" Strandstück fast menschenleer, ebenso wie die Strassen.
Dies war der "offizielle Weg" von den Dünen zum Meer
.



Hier hatte die Strandwache ihren Sitz. Ein Stück weiter rechts liegt ein wunderschöner Campingplatz mit einer nagelneuen Station für Wohnmobile. Sehr zu empfehlen!


UNSER AUSFLUG ZUM MONT ST.MICHEL


Mein Mann und ich waren bereits im letzten Jahr auf dem Mont St.Michel.

Damals sind wir mit dem Wohnmobil bis nach St. Malo gefahren. Allerdings haben wir diese Reise im Oktober gemacht, so dass sich die Urlaubsströme in Richtung Mont St. Michel in Grenzen hielt. Diesmal war es Juli, Hauptreisezeit vieler Menschen. Auf dem unteren Bild kann man die engen Strassen und die Menschenmenge sehen, die sich hier entlang "arbeiteten". Dies hatte nichts mehr mit einem angenehmen Besuch zu tun.


 

Nicht hunderte, sondern wirklich tausende Menschen (an manchen Tagen, so die Angaben im Reiseführer besuchen 10.000de Menschen diesen Berg) drängten sich ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste durch die Gassen. Es war für die Kinder schrecklich. Wir haben uns dann getrennt, so dass jeder Erwachsene ein Kind hatte. So kam man einigermaßen durch. Den Hund habe ich übernommen, und bin nach kurzer Zeit dem Gedränge entflohen. Wir sind dann auf die Felder rund um den Berg gegangen. Pro Jahr wird dieser Berg von ca. 2,5 Mill. Menschen besucht.  Seid 1979 gehört der Berg zum Weltkulturerbe der UNESCO. Trotzallem ist dieser Berg wirklich sehenswert. Einmal im Leben sollte man ihn besucht haben. Denn es gibt hier auch wirklich schöne Ecken, die sich lohnen zu entdecken.

 

 

DAS WETTER


So unterschiedlich war das Wetter in den zwei Wochen. Das erste Bild zeigt meine beiden Nichten nach einer Sturmflut am Strand. Bereits einen Tag später war es dann wieder warm und sonnig, so dass man im Badeanzug ans Meer konnte. Beides machte gerade den Kindern viel Spass.




Nach den Stürmen hatten sie viel Spass daran, die angeschwemmten Sachen zu durchsuchen und auf einen Schatz zu hoffen.


Welche Kraft gerade der Wind hatte, wird an diesem Bild deutlich. Manchmal hatte man wirklich Angst selber davon geweht zu werden.


Hier unten sieht man "unseren Strand". Gerade baut  sich ein Wettertief auf. Kurze Zeit später sind extrem hohe Wellen da. Teilweise bis über 8 Meter (schätzungsweise).



DIE GEZEITEN

Nun wenn man an das Meer denkt, kommen einem mit Sicherheit Ebbe und Flut in den Sinn. Macht man an der Nordsee Urlaub, so kennt man die normalen Gezeiten von Ebbe und Flut.  Nun hier war alles anders!


Das ist ein und der selbe Leuchtturm. Einmal bei Ebbe, einmal bei Flut. Allerdings war dies schon eine kleine Sturmflut (Bild oben), mit Windstärke 7 . Das war schon sehr heftig. Aber ich mag Stürme am Meer sehr, so dass das Wetter mir nicht wichtig ist.

Aber Sonne ist natürlich schöner!

Ebbe und Flut sind hier am Atlantik wirklich unberechenbar.Von einem geregelten 6 bis 8 Stunden Rhythmus konnte man wirklich nicht sprechen. Teilweise war der Rhythmus bei über 10 Stunden, und die Ebbe war so heftig, dass ganze Boote, ganze Hafenanlagen völlig auf dem Trockenen lagen.


Die Kinder hatten jedenfalls bei Ebbe immer ihren Spass. Solch große Krebse, gar kleine Fische, Muscheln, Schnecken und vieles mehr gibt es so an der Nordsee nicht. Somit war jede Ebbe eine wirkliche Entdeckungstour.


DÖRFER/BURGEN IN DER NORMANDIE

Unser Haus selber lag in einem kleinen typischen normannischen Ort. Es heißt Surtainville. Hier leben ca. 200 Menschen. Um Surtainville herum gibt es wunderschöne kleine Dörfer, schöne Häuser, die wirklich ein Besuch und ein Foto wert sind.


Das hier ist die Hauptverkehrsstrasse von Le Rozel.



Ein wunderschönes altes Haus zwischen Surtainville und Le Rozel.

Im Nachbarort Bricquebec stand sogar eine wunderschöne alte normannsiche Burg aus dem 12. Jahrhundert die man besichtigen konnte. Ein Besuch lohnt sich wirklich.

 

 

Ein Blick in die Innenanlage der Burg.


Das ist der Marktplatz von Bricquebec.


Die Normandie ist ein absolutes "Muß" für jemanden der Ruinen und alte Wehranlagen liebt. Fast könnte man meinen, die alte Ritterzeit käme zurück. In gesamt Frankreich findet man kleinere und größere Wehranlagen und Wehrtürme. Aber besonders in der Normandie sind diese sehr verbreitet. Viele von ihnen stammen aus der Zeit bis Napoleon.


Diese Wehranlage liegt in der Nähe von Barfleur und wurde von VAUBAN gebaut. Er war nicht nur der größte Architekt zur Zeit des Sonnenkönigs sondern der gesamten damaligen Welt. Seine zahlreichen geplanten und gebauten Festungen und Wehranlagen liegen im gesamten Land verteilt. Sie haben das Land über Jahrhunderte beschützt und waren somit von sehr wichtiger Bedeutung für die militärische Kraft des Landes.
Aber besonders die Hafenstadt Cherbourg bietet sich dafür an. Hier befinden sich viele Wehranlagen auch auf dem Meer draußen. Der Besuch ist sehr lehrreich und interessant.

Cherbourg ist eine der größten Städte der Normandie. Als wir dort waren, hatten wir Glück und viele Windjammer lagen im Hafen. Man konnte sich wirklich gut vorstellen, wie man von hier aus versuchte in die Welt zu fahren. Noch heute kann man von hier aus "rübersetzen".






FELSENBILDER


Das ist der "Pfad der Zöllner". Er liegt in der Nähe von Omonville - La Rogue. Er diente als Zollweg rund um die Küste der Normandie. Er war als Pratoullienweg der Zöllner zum Schutz der Küste vor Schmugglern. Man kann ihn heute noch in Teilen "bewandern". Ein herliches Stück Felsenlandschaft. Unbedingt sehenswert!


Der gleiche Felsen. Einmal bei Flut, einmal bei Ebbe. Bei Ebbe konnte man die Treppen hinaufsteigen und bis Le Rozel an der Küste entlang wandern. Wir haben sogar Rucksacktouristen gesehen, die das gemacht haben. Ein nicht ganz ungefährliches und auch anstrengendes Unterfangen, da die Küstenfelsen nicht zu unterschätzen sind. Überall an der Küste verteilt liegen kleinere Felsvorsprünge. Bei Ebbe sind sie zwar manchmal zu
begehen. Aber Vorsicht! Die Flut kommt zwar langsam, aber sehr heftig. Dadurch sind gerade die
Felsvorsprünge ein gefährliches Unterfangen. Zudem sind hier viele Unterströmungen zu finden
.

 

Selbst mein Mann, der ein guter Schwimmer ist, hatte mächtigen Respekt vor der Flut. Manchmal hatte ich das Gefühl in Schottland zu sein. Dies Bild hier hat schon viel Ähnlichkeit mit der Ostküste Schottlands. Beides sind "keltische Länder". Hier könnte man meinen,  man sei in der Nähe von Aberdeen.

  

SONNENUNTERGÄNGE ODER DA WO DIE ENGEL WOHNEN

Einfach nur schöne Bilder ohne viele Worte.



So haben wir die Sonnenuntergänge direkt vor unserem Haus am Strand erlebt.      Hier wurde es erst gegen 23.30 Uhr dunkel, so dass wir viele Abende draußen verbracht haben, und diesen wunderschönen Anblick genießen konnten. Wirklich erholsam







"Glück ist allein der innere Friede. Lerne ihn finden"


(Buddha)



Das ist nach wie vor, so finde ich "mein" schönsten Bild.



Wenn ich mir das anschaue denke ich an meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft .

Also an:

Freude, Tränen, Trauer, Spass und

endlich.....

auch mal an mich selber.